Ein Laakirchner auf dem Weg nach Südamerika
LAAKIRCHEN. Faustball: Ernst Almhofer nimmt in Argentinien passiv und in Chile aktiv an Welttitelkämpfen teil.
„Unseren Masters-WM-Titel zu verteidigen, wird sehr schwierig. Es ist ein tolles Teilnehmerfeld.“
Ernst Almhofer, Faustballurgestein
Ernst Almhofer ist ein Laakirchner Faustballurgestein. Morgen fliegt der 53-Jährige, der aussieht wie 35, mit seiner Frau nach Südamerika: einerseits um in Argentinien das österreichische Faustball-Nationalteam mit dem Laakirchner Manuel Helmberger bei der Weltmeisterschaft anzufeuern, andererseits um eine Woche später in Chile selbst aktiv bei den diesjährigen 5. Weltspielen der Masters-Altersklasse anzutreten.
OÖNachrichten: Ernst, sind Sie der einzige Laakirchner bei diesem World Cup der gereifteren Spieler-Jahrgänge?
Ernst Almhofer: Nein, wir sind ein ganzes Laakirchner Team, denn das ist ein Bewerb für Clubmannschaften. Wir haben uns natürlich ein bisschen verstärkt, aber im Grunde ist es die Mannschaft von früher, die zehnmal österreichischer Meister geworden ist. Vor einigen Jahren bereits haben wir wieder zusammengefunden und spielen eigentlich die Seniorenbewerbe geschlossen miteinander.
Wer aus Ihrer Stadt ist da noch dabei?
Klaus Oberhumer, der ehemalige Nationalspieler Adi Haslbauer, Karl Brunnbauer ist dabei, Roland Streng ist dabei, also der Kern von früher.
So ein Turnier auf internationaler Ebene – ist das etwas, wo man die alten Hasen wieder trifft, gegen die man früher schon gespielt hat?
Ja, das ist sensationell. Vor drei Jahren waren wir in Brasilien und haben damals überraschend den Welttitel gewonnen. Und es war wirklich so, dass man Leute wieder getroffen hat, gegen die man vor 20, 30 Jahren auf internationaler Ebene schon gekämpft hat. Und das ist natürlich eine lässige Sache.
Wann haben Sie selbst mit dem Faustball-Sport begonnen, der ja auch in vielen Ländern, wo man es gar nicht erwarten würde, immer populärer wird?
Vor ungefähr 42 Jahren – mit elf oder zwölf Jahren – habe ich angefangen, in Laakirchen zu spielen, mit den Erwachsenen, denn damals gab es noch nicht viel Nachwuchsarbeit. Es hat sich dann eine Schüler- und Jugendmannschaft herauskristallisiert, die schnell erfolgreich war – ich war 14, 15, 16 Jahre alt. Das hat den Aufwärtstrend in Laakirchen eingeleitet.
Sie und Ihre Frau haben sich von der Arbeit ein Jahr Auszeit genommen, jetzt fliegen Sie nach Südamerika, sehen sich Peru und Bolivien an, haben Sie mir erzählt, und dann geht’s zu den beiden Faustball-Meilensteinen WM und Senioren-WM.
Genau. Wir haben uns ausgemacht, dass wir die Oldies in Cordoba/Argentinien treffen und uns dort die Weltmeisterschafts-Endrunde anschauen, vor allem unseren Manuel Helmberger aus Laakirchen, und das rotweißrote Team stimmkräftig unterstützen. Und dann setzen wir unsere Reise fort Richtung Chile, bleiben noch einige Tage in der Hauptstadt Santiago, wo wir ein Testspiel absolvieren, anschließend geht’s nach Mittelchile, wo der Masters World Cup stattfindet.
Wie stehen die Chancen, den Titel von vor drei Jahren zu verteidigen?
Das wird ganz schwierig.